DOÑA GRACIA – LA SEÑORA

Eine Frau gegen die Inquisition

Das Leben der Doña Gracia  (1510 – 1569) steht im Mittelpunkt der Serie. Als die päpstliche Inquisition im 16. Jahrhundert auch in Portugal zuschlägt, stirbt der einflussreiche Bankier und Kaufmann Francisco Mendes und hinterlässt seiner 25 –jährigen Frau Gracia nicht nur sein Unternehmen, sondern auch ein geheime Mission: im Untergrund die Inquisition zu bekämpfen und verfolgte sowie zum Christentum konvertierte Juden, (Conversos) in Sicherheit zu bringen. Gehetzt von den durch die Inquisition immer heftiger werdenden Verfolgungen, ja Pogromen,  flieht Doña Gracia schließlich aus Lissabon quer durch Europa. Die großen Schauplätze der Geschichte ihrer Zeit werden zu ihren Schauplätzen.

Obwohl sie selbst immer wieder mit Verfolgung, Folter und dem Tode bedroht ist, baut sie mit Hilfe des Familienvermögens ein Netzwerk auf, das Tausenden Juden zur Flucht verhilft, immer dort, wo tödlicher Antisemitismus, Gewalt und Mord der jüdischen Bevölkerung droht, ein grausames Phänomen, welches in ganz Europa wie ein Virus kommt und geht.

Die Flucht durch ganz Europa ist gefährlich und voller Hindernisse. Nur selten kann Gracia kurze Zeit aufatmen wie in Antwerpen, Venedig und Ravenna, bevor die Häscher der Inquisition auch dort Einfluss gewinnen. Doch nicht nur der Vatikan und die Inquisitoren sind ihr auf der Spur, ihre Gegner kommen auch aus der Reihe neidischer Konkurrenten, sogar aus ihrer eigenen Familie. Ein Leben zwischen Verfolgung und Schutz, Intrigen und Frieden, Liebe und Hass.

Am Ende ihres Lebens findet sie und Tausende Juden ausgerechnet im Osmanischen Reich einen sicheren Zufluchtsort. Dessen Herrscher, Sultan Süleyman, der Prächtige, erlaubt ihnen die Gründung einer jüdischen Gemeinde in Konstantinopel, die bis heute existiert! Doña Gracia überzeugt ihn sogar, den Flüchtlingen Zugang zu neu eroberten Gebieten im Süden zu gewähren, auf dem Boden des Gelobten Landes der Juden  in Palästina und im heutigen Israel. Die neue jüdische Kolonie beginnt bald zu blühen. Auch Doña Gracia begibt sich dort hin, um das Versprechen einzulösen, welches sie ihrem sterbenden Ehemann vor vielen Jahren in Lissabon gegeben hatte:  Seine Gebeine auf dem heiligen Ölberg zu bestatten.

Als Doña Gracia in Jerusalem stirbt, hinterlässt sie eines der größten Vermächtnisse, das jemals eine Frau in der Geschichte Europas hinterlassen hat.
Bis heute wird Gracia von ihrem Volk als „La Señora“ verehrt.

  • Drehbuchautor: Gavin Scott (“War and Peace”)
  • Idee und Executive Producer: Uwe Kersken und W.J. MacDonald (“Rome”)
  • Drehbuch finanziert von der Film- & Medienstiftung NRW
  • Co-Produktion Cinemate, Portugal, arte.  In Verhandlung mit einem bekannten US-Studio.