KADEWE

KaDeWe erzählt die Geschichte über die Menschen in einem der größten und elegantesten Kaufhäuser der Welt in den 30 iger Jahren des letzten Jahrhunderts. Es gibt alles! Im Herzen Berlins treffen sich Kunden aus der ganzen Welt, um Blicke auf den letzten Schrei der Mode zu erhaschen oder exotische Früchte zu kaufen. Tausende von Mitarbeitern aus allen Berliner Schichten sind für sie da. Es ist wie in einem prächtigen überdimensionalen Puppen-Haus, in dem die Welt noch irgendwie in Ordnung ist. Natürlich, es gibt Reich und Arm, Oben und Unten. Jeder weiß, wo er „hingehört“. Herkunft und Rasse spielen keine Rolle. Dann kommen die Nazis mit ihrem Rassenwahn. In 1933 ergreift Hitler die Macht. Über Nacht ist alles anders! Antisemitische Gesetze sorgen bald dafür, dass Hunderte jüdische Angestellten entlassen werden. Später werden sie mehr und mehr verfolgt, entrechtet und schließlich deportiert, wenn sie Berlin nicht schon vorher verlassen konnten.  Die jüdischen Besitzer Georg und Martin Tietz werden expropriiert.

Was früher eine große Familie war, wird nun wie durch eine Axt zertrennt. Freunde und Kollegen werden zu Feinden. Nur wenige „arische“ Kadeweler helfen ihren entlassenen und verfolgten jüdischen Kollegen und Kolleginnen. Mehr oder weniger heimlich, da sie sich zunehmend selbst gefährden.

Was macht die „Nazi-Axt“ mit dem Puppenhaus, was mit den Menschen?  Eine Geschichte von Treue und Verrat.

Idee: Uwe Kersken
Drehbuchautor: Markus Hoffmann und Uwe Kossmann
Historische Beratung: Christian Feyerabend, Simone-Ladwig, Antonia Meiners
Executive Producer: Uwe Kersken & Barbara Thielen
Co-Produktion mit Ziegler Film