WEISSE ROSEN

Die Münchner Studentin Sophie Scholl ist die beliebteste Deutsche aller Zeiten, vor allem bei vielen jungen Leuten. Sie und ihr Bruder Hans waren Widerstandkämpfer der Weißen Rose und gehören zu den herausragenden Gestalten der Deutschen Geschichte.

Beim genaueren Studium der historischen Tatsachen stellt sich heraus, dass sich der Widerstand gegen die Nazis unter jungen Menschen, zumeist Studenten, verbreitete. Er beschränkte sich dabei nicht auf die Wohnorte der Scholls – München und Ulm – sondern verbreitete sich darüber hianus maßgeblich aus Hamburg und anderen Städten heraus. 

Eine Schlüsselfigur ist dabei die Hamburger Medizinstudentin Traute Lafrenz, die zunächst völlig eigenständig agierte und Widerstandsaktionen in einer der Hamburger Gruppen initiierte, u.a. mit Hans Leipelt. Sie ging später zum Studium nach München, wo sie die Scholls und andere Personen der Weißen Rose kennen lernte.

Über die Kontakte von Traute Lafrenz in Hamburg und den Münchner Rosen entwickelte sich in Deutschland ein Netzwerk von annähernd hundert Frauen und Männern, die aktiv an der Konzeption und Verbreitung der Flugblätter und weiterer Widerstandsaktionen beteiligt waren. Viele dieser bisher für die Öffentlichkeit weitgehend unbekannten Menschen wurden hingerichtet.

Wir wollen in unserer auf Fakten basierenden Miniserie die Weiße Rose in München in ihrer Entwicklung zeigen – darüber hinaus aber die gesamte Bewegung in Deutschland um Traute Lafrenz, die einzige noch Überlebende der Weißen Rosen, herum würdigen.

Die mitreißende Kraft der gesamten Geschichte, die in ihrem Ansatz über bereits existierende Verfilmungen zu Sophie Scholl hinausgeht, liegt in den gegensätzlichen Charakteren und der Kernfrage: Wird man schon als Widerständler geboren?

Das dramatische TV-Event Die Weißen Rosen soll für das Deutsche und Internationale Fernsehen von der Entwicklung „normaler junger Leute“ zu den Helden des Widerstands erzählen. 

Mini-Serie
Idee: Uwe Kersken
Autor: Andrea Stoll
Produzent: Michael Souvignier, Uwe Kersken, Till Derenbach
G5 fiction mit Zeitsprung Pictures